Schon beim Transport des Kunstwerkes gibt es so einiges zu beachten. Zu einer sicheren Verpackung gehört Seidenpapier und Luftpolsterfolie. Das Seidenpapier verhindert das Anhaften der Folie am Objekt. Die Luftpolsterfolie kann einen leichten Stoß abfedern und sie puffert Klimaschwankungen, die während und nach dem Transport auftreten können. Wird ein Objekt in einem Raum mit sehr hoher relativer Luftfeuchte verpackt, so hat es selbst ebenfalls eine relativ hohe Materialfeuchte. Wird es dann in einem Raum mit viel geringerer relativer Luftfeuchte entpackt, kann es durch den plötzlichen Abfall der relativen Luftfeuchte und somit auch der Materialfeuchte zu extremen Spannungen im Materialgefüge kommen. Im schlimmsten Fall entstehen Risse oder größere Schäden. Holzobjekte quellen und schwinden immer. Aber auch hier ist langsames Angleichen ratsam.

 

Um solche Schäden zu vermeiden sollte das Objekt noch für mehrere Tage in der Verpackung verbleiben. Dadurch kann langsames Ansteigen oder Absinken der Luftfeuchte zu erreicht werden.

 

Bei der Hängung oder dem Aufstellen der Kunstwerke gibt es ebenfalls wichtige Faktoren zu beachten. Bei eher feuchten Wänden sollte auf genügend Wandabstand geachtet werden, um Schimmelbildung an der Rückseite zu verhindern. Gemälde sollten möglichst nicht über Heizkörpern angebracht werden. Der ständige aufsteigende Luftstrom trägt Staub mit sich und führt zu stärkerer Verschmutzung. Gleichzeitig trocknen Oberflächen stärker aus. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Sonnenlicht erwärmt Oberflächen in kurzer Zeit sehr stark und führt zu Spannungen im Material. UV-Strahlung kann chemische Reaktionen verursachen. Die bekannteste ist das Ausbleichen. Ist kein anderer Ort für die Aufhängung möglich, kann mittels UV-Schutzglas die schädliche Einwirkung vermieden werden. UV-Schutzfolie kann oftmals den gefährlichen Bereich über 400 nm nicht abdecken.

 

Ebenfalls die Rahmung von Graphiken und Gemälden sollte mit Sorgfalt erfolgen. Eine Graphik oder andere Arbeiten auf Papier müssen immer mit Abstand zum Rahmenglas gerahmt werden. Nahezu alle Farbpartikel haften nach längerer Zeit gern am Glas anstatt am Papier. Säurefreier Karton für Rückwand und Passepartout sind unbedingt zu benutzen. Austretende Säure kann auch das Papier des Objektes schädigen, die Zellulosefasern werden zerstört.

Ebenso sollte ein Gemälde immer etwas Luft im Rahmenfalz haben. Denn bei Klimaschwankungen dehnt sich auch eine Gemälde etwas aus und dafür braucht es Platz. Spannungen und daraus folgende Deformierungen in der Leinwand werden dadurch vermieden. Ein Rückseitenschutz aus säurefreiem Karton verhindert Schmutzablagerung und erzeugt einen kleinen Klimapuffer.

Ein Kunstwerk sollte gelegentlich von lose aufliegendem Staub befreit werden. Ein Staubwedel leistet hier gute Dienste. Sobald jedoch kleinste Farbschollen gelockert sind oder von der Oberfläche aufstehen kann auch diese Maßnahme zur Gefahr werden. Von Reinigungen mit feuchten Medien sollte unbedingt abgesehen werden. In diesem oder ähnlichen Fällen wenden sie sich an einen Restaurator.


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Anne-Kathrin Läßig
Mendelejewstraße 2
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Tel.: 0371 / 33 42 34 16


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